Vom 2. September bis

6. September 2020

ZUM FAHRSPORT

Pferde wurde bereits angespannt, bevor sie unter dem Sattel geritten wurden. Somit ist der Fahrsport die älteste Turnierdisziplin im Pferdesport, die auch heutzutage noch vielfach ausgeübt wird. Fahrer sitzen auf einer Kutsche, die von einem, zwei oder vier Pferden gezogen wird. Sie absolvieren drei Teilprüfungen: Dressur, Marathon und Hindernisfahren.

DRESSUR

Die Teilprüfung Dressur wird auf einem Platz von 100 x 40 Metern gefahren und dauert etwa 10 Minuten. Die Teilnehmer werden von fünf Richtern beurteilt.

In der Dressur werden die Losgelassenheit, der Takt, die Harmonie der Gänge, die Anlehnung, der Schwung und Geraderichtung der Pferde beurteilt.

Darüber hinaus wird der Teilnehmer hinsichtlich seines Fahrstils, der Genauigkeit der Bahnfiguren und der Beherrschung des Gespannes, der Aufmachung des Fahrers und des/der Beifahrer(s), der Ausrüstung der Kutsche und des Geschirres sowie des Aussehens und der Pflege der Pferde beurteilt.

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MARATHON

Die schwerste und spektakulärste Teilprüfung eines Fahrturnieres ist der Marathon. Dies gilt sowohl für den Fahrer als auch für die Pferde, auf jeden Fall aber auch für die Beifahrer.

Diese Teilprüfung führt über eine Gesamtstrecke von etwa 15 Kilometern und ist in drei Phasen unterteilt (A, T und B) mit unterschiedlichen Längen und Geschwindigkeiten. Die Teilnehmer starten im 5-Minuten-Takt, nach der T-Strecke müssen die Gespanne eine Zwangspause von 10 Minuten einlegen. In der B-Strecke gibt es 7 oder 8 feste Hindernisse, die sich auf dem Hauptplatz befinden, damit sie für das Publikum leicht zu erreichen sind.

Ein Hindernis setzt sich aus maximal 6 Durchfahrten (A bis F) zusammen, die rot (auf der rechten Seite des Tores) und weiß (auf der linken Seite des Tores) ausgeflaggt sind. Der Teilnehmer hat die Tore in der richtigen alphabetischen Reihenfolge zu durchfahren. In den Hindernissen gelten zusätzliche Regeln.

HINDERNISFAHREN

Die letzte Teilprüfung des Fahrturnieres ist das Hindernisfahren, eine Teilprüfung, die sich am besten mit einer Springprüfung vergleichen lässt.

Das Hindernisfahren ist vorgesehen, um die Kondition, den Gehorsam und die Durchlässigkeit der Pferde nach dem Marathon zu prüfen, sowie um die Geschicklichkeit und das fahrerische Können des Fahrers zu beurteilen. Der Parcours ist 500 bis 800 Meter lang und setzt sich aus maximal 20 Toren oder Durchfahrten zusammen. Diese werden mit orangefarbenen Kegeln dargestellt, auf denen Bälle liegen.

Der Abstand zwischen den Kegeln wird je nach Spurbreite der Kutsche festgelegt, wobei 30 bis 60 Zentimeter zugegeben werden können. Wenn ein Teilnehmer beispielsweise einen oder mehrere Bälle abwirft oder die erlaubte Zeit überschreitet, dann bekommt er dafür Strafpunkte.

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GESCHICHTE

Das Fahren wurde im Jahr 1970 von dem internationalen Dachverband des Pferdesport, der FEI, anerkannt dank der Bemühungen seiner Königlichen Hoheit, des Herzogs von Edinburgh, des damaligen Präsidenten der FEI, der 1969 eine Tagung einberief, bei der das erste Reglement verabschiedet wurde.

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